In welcher Schwangerschaftswoche bin ich wirklich? Hier ist die richtige Antwort

In welcher Schwangerschaftswoche bin ich? Dies scheint eine einfache Frage zu sein, die du deinem Arzt stellst, doch die Berechnung des Geburtstermins ist oft ungenau. Tatsächlich entbinden nur 4% der Frauen wirklich zum erwarteten Geburtstermin. Die größte Mehrheit entbindet ein bis vier Tage nach dem berechneten Termin. Noch überraschender ist, dass sage und schreibe 30 % der Frauen nicht innerhalb von zwei Wochen vor oder nach dem erwarteten Geburtstermin entbinden1.

Man kann leicht der Versuchung unterliegen, ein paar Tage mehr oder weniger als bloßen Rundungsfehler zu akzeptieren, doch du solltest das Datum dennoch ernst nehmen. Trotz der ungenauen Berechnungen wird der erwartete Geburtstermin als feststehendes medizinisches Orientierungsdatum angesehen. Ist dein erwarteter Geburtstermin verstrichen? Dein Arzt wird wahrscheinlich nach einer Woche oder spätestens nach zwei Wochen die Geburt einleiten wollen. Treten die Wehen mehr als drei Wochen zu früh ein? Dann wird die Geburt deines Babys als Frühgeburt eingestuft, was ernste gesundheitliche Auswirkungen hat.

Dieser Artikel deckt Folgendes ab:

  • Wann beginnt die Schwangerschaft wirklich? Wahrscheinlich an einem anderen Tag als du glaubst.
  • Wie berechnen Ärzte in der Regel den erwarteten Geburtstermin und warum ist diese Methode sachlich falsch?
  • Welches Geheimnis, das nur wenige kennen, kann dir helfen, deinen genauen Geburtstermin zu bestimmen?
  • Warum ist es wichtig, deinen Geburtstermin genau zu bestimmen?

Wann genau beginnt die Schwangerschaft?

Die meisten Menschen glauben, dass die Schwangerschaft mit der Empfängnis beginnt. Das ist nicht ganz richtig. Die neuere Forschung2 deutet darauf hin, dass eine Empfängnis kein seltenes Ereignis darstellt; allerdings ist nur ein kleiner Teil der befruchteten Eier „fit“ genug, um sich einzunisten. Gemäß dieser Logik wäre es am zuverlässigsten, wenn man bei der Berechnung vom Beginn der Einnistung ausgeht.

Die Standardmethode der Berechnung des erwarteten Geburtstermins geht jedoch weder vom Tag der Empfängnis noch vom Tag der Einnistung aus. Stattdessen rechnen Ärzte vom ersten Tag deiner letzten Monatsblutung aus. Ganz genau! Dein Arzt betrachtet den ersten Tag deiner letzten Periode, als du noch ganz bestimmt nicht schwanger warst, als den ersten Tag deiner Schwangerschaft!

Wie genau kann die Medizin angesichts dessen bestimmen, in welcher Schwangerschaftswoche sich eine Frau wirklich befindet?

Hier ist eine Erklärung der drei möglichen Startdaten, die zur Bestimmung deiner Schwangerschaftswoche genutzt werden können, angeordnet nach der Genauigkeit der Berechnung:

  1. Am genauesten ist die Berechnung, wenn man vom Tag der Einnistung ausgeht. Zur Einnistung kommt es in der Regel acht bis zehn Tage nach dem Eisprung. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, beginnt der Embryo, das Hormon hCG zu produzieren, das sich ungefähr 12 Tage nach dem Eisprung feststellen lassen müsste, sobald du einen Schwangerschaftstest machen kannst. Das Problem mit der Berechnung der Schwangerschaft ab der Einnistung ist, dass eine Frau nur sehr selten weiß, wann genau die Einnistung stattgefunden hat.
  2. Weniger genau ist die Bestimmung ab dem Tag des Eisprungs. Es ist sinnvoller, die Schwangerschaft ab dem Tag der Einnistung zu berechnen, aber wenn du ganz genau weißt, wann du deinen Eisprung hattest, wird die Berechnung höchstens einige wenige Tage abweichen, da die Einnistung innerhalb eines eng definierten Zeitraums nach dem Eisprung erfolgt. Das Problem bei dieser Methode ist, dass die meisten Frauen ihren Eisprung nicht verfolgen und selbst die Frauen, die es tun, sind bei ihren Einschätzungen nicht ganz genau.
  3. Am ungenauesten (und leider am häufigsten) ist die Berechnung der Schwangerschaft ab deiner letzten Monatsblutung. Bei jeder Frau, die keinen Bilderbuchzyklus von genau 28 Tagen mit dem Eisprung am 14. Tag hat, führt diese Methode zu einer ungenauen Berechnung des erwarteten Geburtstermins. Warum ist die am wenigsten präzise Methode zur Bestimmung des Geburtstermins die am häufigsten genutzte? Weil sie am einfachsten ist. Weitaus mehr Frauen erinnern sich, wann sie ihre letzte Periode hatten, als daran, wann sie das letzte Mal ihren Eisprung hatten.

Wie wird der erwartete Geburtstermin berechnet?

Der erwartete Geburtstermin wird berechnet, indem man zum ersten Tag der letzten Monatsblutung 280 Tage (neun Monate und eine Woche) hinzurechnet. Dabei geht man von der Annahme aus, dass weitaus mehr Frauen wissen, wann ihre letzte Periode stattgefunden hat, als wann sie das letzte Mal ihren Eisprung hatten (oder gar, wann die Einnistung erfolgt sein dürfte). Während der erste Tag der letzten Monatsblutung leichter in Erfahrung zu bringen ist, ist diese Berechnung problematisch, weil sie nur ungenau einschätzt, in welcher Schwangerschaftswoche du dich wirklich befindest.

Kann eine Ultraschalluntersuchung das Datum genauer konkretisieren?

Dein Arzt kann deinen erwarteten Geburtstermin anhand einer „Ultraschalluntersuchung zur Datumsbestimmung“, die in der Regel bei einem deiner ersten Termine durchgeführt wird, ein wenig anpassen. Da gesunde Embryos im ersten Trimester mit einer sehr gut vorhersehbaren Geschwindigkeit wachsen, ermöglicht das Messen des Embryos (seiner sogenannten „Scheitel-Steiß-Länge“) eine genauere Schätzung dessen, in welcher Schwangerschaftswoche du dich befindest.

Wenn deine Ultraschalluntersuchung einen anderen Geburtstermin bestimmt als dein Arzt anhand deiner letzten Monatsblutung bestimmt hat, wird dein Arzt seine Berechnung wahrscheinlich an die Ergebnisse der Ultraschalluntersuchung anpassen, da diese als glaubwürdiger betrachtet werden.

Warum ist die Datumsberechnung ausgehend von deiner letzten Monatsblutung ungenau?

Sagen wir mal, du hast normalerweise einen Zyklus von 28 Tagen und als deine Blutung ausbleibt, machst du einen Schwangerschaftstest und er fällt positiv aus. Deine letzte Monatsblutung war vor 28 Tagen und die Einnistung ist wohl vor einigen Tagen erfolgt – und dennoch wird davon ausgegangen, dass du schon vier Wochen schwanger bist.

Das Problem bei dieser Methode ist neben der Tatsache, dass sie von einem Beginn der Schwangerschaft mehrere Wochen vor ihrem tatsächlichen Beginn ausgeht, dass sie für Frauen, die nicht genau am 14. Tag ihren Eisprung haben, ungenau ist. Wenn du nach dem 14. Tag deinen Eisprung hattest, wird das berechnete Geburtsdatum zu früh angesetzt sein. Und wenn du vor dem 14. Tag deinen Eisprung hattest, wird das berechnete Geburtsdatum zu spät angesetzt sein. Je weiter dein Eisprung vom 14. Tag entfernt war, umso ungenauer ist das erwartete Geburtsdatum.

Wo kommt diese Art der Berechnung des Geburtsdatums überhaupt her?

Man würde denken, dass diese 280-Tage-Rechnung auf einer großen statistischen Studie beruhen dürfte, bei der analysiert wurde, wie viele Wochen Frauen normalerweise schwanger sind, bis auf natürliche Weise die Wehen einsetzen und dass die Wissenschaftler festgestellt haben, dass 280 Tage die durchschnittliche Länge einer Schwangerschaft darstellen.

Das ist nicht der Fall.

In Wirklichkeit stammt die Leitlinie von 280 Tagen aus der Forschungsarbeit eines gewissen Dr. Franz Naegele aus dem frühen 19. Jahrhundert3. Er gründete seine Beobachtungen auf den 28-tägigen Zyklus und stellte fest, dass die meisten seiner Patientinnen etwa eine Woche und neun Monate nach ihrer letzten Monatsblutung entbanden. (Beachte: Er gab nicht konkret an, ob er vom Beginn oder Ende der Monatsblutung an rechnete, sondern schrieb nur „Monatsblutung“. Die übliche Praxis geht vom Anfang der Monatsblutung aus.)

Trotz der Tatsache, dass diese Definition unklar und überholt ist und auf der unrichtigen Annahme basiert, dass alle Frauen einen Zyklus von 28 Tagen haben und der Eisprung am 14. Tag erfolgt, wird diese Berechnungsweise nach wie vor in der medizinischen Praxis genutzt.

Wie lange sind Frauen tatsächlich schwanger?

Eine Studie aus dem Jahr 1990 an über 1000 Frauen ergab, dass die durchschnittliche Schwangerschaftsdauer bei erstmaligen Müttern (bei 50 % der Frauen) 277 bis 288 Tage ab der letzten Monatsblutung betrug. Bei Müttern, die ihre zweite Schwangerschaft durchliefen, war die durchschnittliche Schwangerschaftsdauer mit etwa 275 bis 287 Tagen ab der letzten Monatsblutung geringfügig kürzer4.

Interessanterweise ergab eine Studie an 125 weißen Frauen, dass die Schwangerschaft ab dem Eisprung durchschnittlich 268 Tage dauerte und dass trotz fehlender, vorzeitiger Wehen oder Komplikationen bei der Versuchsgruppe die Schwangerschaftsdauer in dieser Gruppe um bis zu 37 Tage variierte5. Die Erklärung für diese Variabilität könnte beim Progesteron liegen, da ein langsamerer Anstieg des Progesterons nach der Einnistung zu einer längeren Schwangerschaft führte. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass diese Studie nur mit einer kleinen Versuchsgruppe durchgeführt wurde und dass zudem alle Probandinnen dieselbe Hautfarbe hatten.

Wenngleich die Wissenschaftler noch nicht erklären können, warum , scheint die Hautfarbe bei der Schwangerschaftsdauer eine Rolle zu spielen. Eine Studie an über 100.000 Frauen in London ergab, dass Frauen mit afrikanischem oder asiatischem Hintergrund eine durchschnittliche Schwangerschaftsdauer von 273 Tagen hatten, was eine Woche kürzer ist als bei weißen Frauen6.

Zusammengefasst: Es gibt beträchtliche Unterschiede bei der Schwangerschaftsdauer von Frauen, doch ein Durchschnitt von ungefähr 282 Tagen gerechnet ab der letzten Monatsblutung scheint durchaus richtig zu sein7. Allerdings bedarf es noch weiterer Forschung, um festzustellen, ob dies für Frauen aller Völker gilt.

Ich weiß, wann ich meinen Eisprung hatte. Wie kann ich jetzt meinen exakten Geburtstermin berechnen?

Wenn du weißt, wann du deinen Eisprung hattest und auch weißt, ob deine Zyklen länger oder kürzer als 28 Tage sind, sag deinem Arzt, wann du deinen Eisprung hattest und erwähne deine letzte Monatsblutung gar nicht. Mit diesen Angaben kann er den Termin berechnen und dir ein genaueres Datum nennen.

Ich weiß nicht, wann ich meinen Eisprung hatte. Kann ich trotzdem ein genaueres Geburtsdatum ermitteln?

Ja! Du kannst mithilfe einer Ultraschalluntersuchung ein genaueres Geburtsdatum ermitteln. Eine solche Ultraschalluntersuchung wird in der Regel bei einer deiner ersten Schwangerschaftsuntersuchungen beim Arzt durchgeführt. Da das Wachstum von Embryos gut vorhersagbar ist, stellt eine frühe Ultraschalluntersuchung eine gute Möglichkeit dar, um durch Messungen festzustellen, in welcher Schwangerschaftswoche du dich wirklich befindest.

Wenn dein erwarteter Geburtstermin, der anhand deiner letzten Monatsblutung berechnet wurde, sich sehr stark von dem Termin unterscheidet, der aufgrund des Ultraschalll-Scans bestimmt wurde, könnte dein Arzt beunruhigt sein. Sagen wir, du hattest deinen Eisprung am 25. Tag deines Zyklus — etwa anderthalb Wochen nach dem „bilderbuchmäßigen“ 14. Tag. Wenn dein Arzt deine erste Ultraschalluntersuchung sechs Wochen nach deiner letzten Monatsblutung ansetzt, könnte es zu früh sein, um auch nur einen Herzschlag zu sehen. Wenn man bedenkt, wann du ovuliert hast, ist das völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung: Dein Embryo ist einfach nur anderthalb Wochen jünger als er wäre, wenn du am 14. Tag deines Zyklus ovuliert hättest.

Solange deine Schwangerschaft mit einer normalen Geschwindigkeit voranschreitet, wird dein Arzt wahrscheinlich deinen erwarteten Geburtstermin an das Ergebnis der Ultraschalluntersuchung anpassen.

Wie spät nach meinem erwarteten Geburtstermin ist zu spät?

Das ist der Grund, warum es wichtig ist, die Frage zu stellen: „In welcher Schwangerschaftswoche befinde ich mich?“ Wenn man den Geburtstermin auf Grundlage der letzten Monatsblutung berechnet, erhöht sich die Gefahr, dass eine Geburt als „Spätgeburt“ oder „übertragen“ eingestuft wird. In solchen Fällen wird dein Arzt vorschlagen, die Geburt künstlich einzuleiten.

Wenn eine Schwangerschaft tatsächlich zu lange dauert, ist die Einleitung der Wehen eine sichere und vernünftige Möglichkeit. Der größte Grund zur Sorge in Bezug auf das Kind ist die Neugeborenensterblichkeit, da die Gefahr einer Totgeburt nach der 42. Schwangerschaftswoche rapide ansteigt. Für die Mütter erhöht sich nach der 42. Schwangerschaftswoche die Gefahr einer Chorioamnionitis (Infektion des Fruchtwassers) sowie von Geburtskomplikationen und der Müttersterblichkeit8.

Gibt es Risiken, falls die Geburt künstlich eingeführt wird, obwohl ich nicht übertragen habe?

Die Einleitung der Geburt ist oft die sicherste Option bei übertragenen Schwangerschaften, doch wenn du sicher bist, dass du nicht übertragen hast, ist es nicht sinnvoll, die Geburt künstlich einzuleiten. Der Grund dafür ist, dass die Medikamente, die für die Einleitung der Geburt genutzt werden (in der Regel eine Form von Oxytocin oder Prostaglandinen), mit einigen Risiken verbunden sind. Sie können zu abnormen Kontraktionen führen, die einen nachteiligen Einfluss auf die Sauerstoffaufnahme und die Herzfrequenz des Babys haben können und sie können die Wahrscheinlichkeit von nachgeburtlichen Blutungen und Infektionen erhöhen. Außerdem besteht immer die Möglichkeit, dass die künstliche Einleitung der Wehen nicht klappt. In diesem Fall wäre dann der nächste Schritt der Kaiserschnitt.

Bei echten Übertragungen überwiegen die Vorteile in der Regel die Gefahren, doch es ist wichtig, dass man diese Kosten-Nutzen-Abwägung kennt.

Was bedeutet es, wenn ich vor meinem erwarteten Geburtstermin entbinde?

Als Frühgeburten bezeichnet man Geburten vor der 37. Schwangerschaftswoche, doch wie du bestimmt schon vermutest, kann auch hier die ungenaue Terminberechnung problematisch sein. Der diagnostische Bereich von Frühgeburten reicht von sehr frühzeitig, was weniger als 28 Wochen bedeutet, bis zur späten Frühgeburt, die sich kurz vor der 36. Woche ereignet9. Basierend auf diesem Spektrum kann dein Arzt versuchen, die Geburt zu verzögern, damit das Baby noch etwas länger in der Gebärmutter wachsen kann. Wenn die Geburt nicht verzögert werden kann, wird dein Baby unter ständige Beobachtung gestellt, um seine Gesundheit zu gewährleisten.

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