Eileiterschwangerschaft

Eine Eileiterschwangerschaft ist eine anormale Schwangerschaft, bei der sich die befruchtete Eizelle an einer anderen Stelle als in der Gebärmutter eingenistet hat, z. B. im Eileiter. Dies kann vorkommen, wenn der Eileiter verdreht oder verengt ist und damit den Weg zur Gebärmutter versperrt.

Etwa zwei Prozent aller Schwangerschaften sind Eileiterschwangerschaften. Bei einer Eileiterschwangerschaft kann sich die Eizelle nicht normal entwickeln, weil sie sich nicht am richtigen Ort für die Entwicklung (in der Gebärmutter) befindet. Leider ist eine Eileiterschwangerschaft auch für die Frau gefährlich, weil der Eileiter platzen kann. Dies kann nur durch eine Operation korrigiert werden. Zudem besteht die Gefahr eines erheblichen Blutverlustes.

Bei einer Eileiterschwangerschaft kann das Baby leider nicht gerettet werden. Da eine Eileiterschwangerschaft ein hohes Risiko für die Mutter darstellt und zu erheblichem Blutverlust führen kann, muss sie, je nachdem, wie früh sie erkennt wurde, durch Medikamente oder eine Operation beendet werden. Im frühen Stadium einer Schwangerschaft (solange der Eileiter nicht geplatzt ist) kann die Frau Medikamente einnehmen. In der Regel verarbeitet der Körper die Schwangerschaft in vier bis sechs Wochen und es ist keine Operation erforderlich. Doch wenn der Eileiter platzt, kann nur eine Notoperation durchgeführt werden.

Eileiterschwangerschaften sind in einem frühen Stadium häufig schwer zu erkennen, denn die frühen Symptome ähneln der einer Schwangerschaft. Deshalb sollte jede schwangere Frau regelmäßig zum Arzt gehen. Er führt Beckenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Bluttests durch, anhand derer er erkennen kann, ob es sich um eine irreguläre Schwangerschaft handelt. Beim routinemäßigen Schwangerschaftstest kann der Arzt auch eine Eileiterschwangerschaft erkennen. Aber bei Frauen, die nicht wissen, dass sie schwanger sind, treten die Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft (anormale Vaginalblutung, leichte bis schwere Bauchschmerzen und Ausbleiben der Periode) innerhalb der ersten fünf bis 14 Wochen einer Schwangerschaft auf.

Eine Eileiterschwangerschaft kann zwar bei jeder Frau auftreten, aber bei bestimmten Gesundheitsproblemen ist das Risiko höher. Frauen, die anormale Eileiter haben oder eine Unterleibsentzündung, vorherige Eileiterschwangerschaften, Endometriose, sexuell übertragbare Krankheiten, Operationen an den Eileitern oder Fruchtbarkeitsprobleme hatten oder haben, gehören ebenfalls zur Risikogruppe. Auch können Rauchen und höheres Alter eine Eileiterschwangerschaft begünstigen. Ein weiterer Grund also, warum medizinische Untersuchungen auch in der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft so wichtig sind.

Bei Frauen, die bereits eine Eileiterschwangerschaft hatten, ist das Risiko einer weiteren Eileiterschwangerschaft zwar erhöht, aber wenn diese nur geringe oder keine Schäden am Eileiter verursacht hat, reduziert sich wiederum das Risiko.

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