Solltest Du einen Gentest in Betracht ziehen?

Genetische Tests, auch gemeinhin als „Träger-Screening“ bekannt, solltest Du mit deinem Partner besprechen, bevor Du versuchst, schwanger zu werden. Die Untersuchungen können darauf hinweisen, ob beim Kind mögliche genetischen Störungen auftreten könnten.

Wenn beide Elternteile als Träger einer bestimmten Störung identifiziert werden, kann es vorteilhaft sein, einige Optionen zu betrachten, bevor du versuchst schwanger zu werden. Träger sind Individuen, die keine Symptome einer Erkrankung haben, aber trotzdem das Gen an ein Kind weitergeben können.1

Ein Träger-Screening kann auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Es ist jedoch vorteilhaft die Untersuchungen vor der Schwangerschaft vorzunehmen, dies bietet euch mehr Zeit und eine größere Auswahl an Optionen, die ihr für die Entscheidungen schwanger zu werden, braucht.

Ein Spezialist für genetische Beratung kann dir am besten bei der Entscheidung helfen, ob Du und dein Partner einen Gentest in Betracht ziehen solltet. Wenn Du versuchst, schwanger zu werden und nicht weißt, ob Du eine genetische Beratung in Anspruch nehmen sollst, helfen dir vielleicht die folgenden Überlegungen bei der Entscheidung.

  • Wenn Du oder dein Partner eine genetische Störung habt, solltet Ihr eine genetische Beratung konsultieren. Der Berater oder die Beraterin führt dann ein Träger-Screening durch, bei dem die Wahrscheinlichkeit beurteilt wird, dass die Störung an dein Kind vererbt wird.
  • Eltern, die bereits ein Kind mit einer genetischen Störung haben, sollten ebenfalls einen Gentest durchführen, bevor sie eine erneute Schwangerschaft planen. So können sie die Wahrscheinlichkeit abschätzen, dass dieselbe Krankheit auch an das zweite Kind weitergegeben wird.
  • Wenn Du oder dein Partner aus einer Familie stammt, in der genetische Störungen aufgetreten sind, solltet Ihr eine genetische Beratung in Anspruch nehmen, um alle Möglichkeiten zu erörtern.
  • Wenn ein Elternteil adoptiert wurde und daher den Gesundheitszustand der leiblichen Familie nicht kennt, sollte ein Träger-Screening durchgeführt werden.
  • Und schließlich gibt es ethnische Gruppen, die ein höheres Risiko für einige genetische Störungen haben. So sind weiße Menschen nicht hispanischen Ursprungs z.B. möglicherweise Träger des Mukoviszidosegens. Bei aschkenasischen Juden oder Menschen mit Abstammung von osteuropäischen Juden gibt es nachweislich mehr Träger des Gens für Mukoviszidose, das Tay-Sachs-Syndrom, die Canavan-Krankheit und familiäre Dysautonomie. Bei Menschen mit Ursprung aus Südostasien, dem Mittelmeerraum und Afrika ist das Risiko größer, die Gene für Sichelzellenanämie und Thalassämie zu vererben.2

Bei den vorgenannten Krankheiten ist es aber wichtig zu wissen, dass es sich um rezessive Krankheiten handelt. Das bedeutet, dass das Kind die entsprechenden Gene von beiden Elternteilen erben muss, um die Krankheit zu entwickeln. Es gibt viele andere rezessive Krankheiten, die hier nicht aufgeführt sind. Doch diese Krankheiten werden bei Gentests in der Regel nicht berücksichtigt, da sie sehr selten sind oder keine Gentests dafür zur Verfügung stehen.

Bitte beachte, dass es möglich ist, dass Du Trägerin einer Krankheit bist und die Krankheitsmerkmale aufweist, aber keine Symptome erkennbar sind. Rezessive Gene werden häufig über mehrere Generationen in der Familie vererbt, ohne dass sich Anzeichen der entsprechenden Krankheit zeigen, da beide Eltern Träger des Gens sein müssen, damit die Störung vererbt wird. Wenn beide Elternteile Träger eines bestimmten Gens sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Störung beim Kind ausbricht, 25 Prozent.3   [avafootnote]

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  1. The American College of Obstetricians and Gynecologists. (2015). Preconception Carrier Screening. Retrieved from http://www.acog.org/-/media/For-Patients/faq179.pdf?dmc=1&ts=20151009T1204498329
  2. The American College of Obstetricians and Gynecologists. (2015). Preconception Carrier Screening. Retrieved from http://www.acog.org/-/media/For-Patients/faq179.pdf?dmc=1&ts=20151009T1204498329
  3. Johns Hopkins Medicine Fertility Center. (2008). Genetic Carrier Screening. Retrieved from http://www.hopkinsmedicine.org/fertility/resources/genetic_screening.html
2017-01-25T03:58:41+00:00 By |Gentest|

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