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Geburtsvorbereitung

Nach dem Abgang des Schleimpfropfs: Wie bald wir nun das Baby kommen?

Der Abgang des Schleimpfropfs ist eine weitere merkwürdige Sache, die während der Schwangerschaft in deiner Vagina vor sich geht. Und obwohl du vielleicht bis fast zum Ende deiner Schwangerschaft nichts von dem Schleimpfropf wusstest, hat er ganz unauffällig viele Monate lang dein Baby beschützt.

Wenn deine Geburt langsam näher rückt, fragst du dich vielleicht: „Was ist ein Schleimpfropf?“. (Oder was noch viel wichtiger ist: „Wann löst er sich — und was bedeutet das im Hinblick auf die Wehen?“)  

Dieser Artikel deckt Folgendes ab:

  • Alles, was du über den Schleimpfropf wissen musst
  • Was passiert, wenn sich dein Schleimpfropf löst
  • Wann du dich mit deinem Arzt in Verbindung setzen solltest

 

Wichtigste Informationen

  • Dein Schleimpfropf ist ein geleeartiger Pfropf, der deinen Gebärmutterhals verschließt, um Infektionen zu verhindern.
  • Dein Schleimpfropf kann sich mit einem Mal lösen oder ganz allmählich, ohne dass du es bemerkst.
  • Der Abgang kann eines der ersten Anzeichen sein, dass die Wehen einsetzen werden. (Der Abgang des Schleimpfropfs bedeutet jedoch nicht, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht, es sei denn, du spürst außerdem Kontraktionen oder deine Fruchtblase ist ebenfalls geplatzt.)
  • Du solltest umgehend deinen Arzt kontaktieren, wenn dein Schleimpfropf vor der 38. Woche abgeht, oder wenn du leuchtend rotes Blut oder einen fauligen Geruch bemerkst.

Was ist ein Schleimpfropf?

Du hast deine Schwangerschaft genau verfolgt und die Geburt geplant, du hast aber trotzdem noch nie etwas von einem Schleimpfropf gehört? Mach dir keine Gedanken, da bist du nicht die Einzige. Viele Frauen beschäftigen sich so lange nicht mit dem Schleimpfropf, bis die Geburt bevorsteht. Ein Schleimpfropf ist genau das, wonach es sich anhört: ein dicker Klumpen Schleim (er hat Ähnlichkeit mit dem, was aus deiner Nase kommt), der von den Zervixdrüsen abgesondert wird.

Erinnerst du dich, dass von Zervixschleim die Rede war, als du versucht hast, schwanger zu werden? Und Zervixschleim transportiert nicht nur das Sperma zur Eizelle, sondern verwandelt sich auch in den Schleimpfropf.

So entwickelt sich der Schleimpfropf

  • Während der Einnistung—, wenn sich die Blastozyste in der Uteruswand einnistet —, stimuliert Östrogen die Schleimproduktion der Drüsen in deinem Gebärmutterhals.
  • Dein Gebärmutterhals wird dann weicher, schwillt an und es wird Schleim in die Hohlräume gepumpt, bis keine Lücken mehr vorhanden sind.
  • Das Progesteron führt dazu, dass der Schleim dicker wird, bis der Gebärmutterhals versiegelt ist.
  • Der Schleimpfropf hat zum Schluss etwa die Größe eines 20-Cent-Stücks mit etwa zwei Esslöffeln Schleim.

Sobald der Gebärmutterhalskanal vollständig durch den Schleimpfropf verschlossen ist, können keine Bakterien mehr in den Gebärmutterhals gelangen. Die Antikörper im Schleim bekämpfen Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger.

Was passiert, wenn sich dein Schleimpfropf löst?

Wie bei vielen Dingen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und Geburt gibt es hier viele unterschiedliche Erfahrungen. Dein Schleimpfropf kann im Ganzen als geleeartiger Klumpen abgehen oder es gehen mehrere Klumpen ab. Er kann auch in Form von mehrtägigem vermehrtem Scheidenausfluss abgehen. Und wenn dein Schleimpfropf abgeht, bedeutet das nicht unbedingt, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Die Geburt kann dann noch Tage oder sogar Wochen dauern.

Wie sieht das aus, wenn dein Schleimpfropf abgeht?

Der Schleimpfropf ähnelt Gelatine und ist meist gelblich-weiß, manchmal mit rosa Streifen. Dein Schleimpfropf hat eventuell auch eine beige oder bräunliche Farbe und auch das ist normal. Es ist ebenfalls normal, wenn dein Schleimpfropf mit etwas Blut vermischt ist. (Es sollte jedoch kein leuchtend rotes Blut zu sehen sein. Wenn du Blutungen oder Schmerzen hast, suche bitte umgehend deinen Arzt auf.)

Viele Frauen denken, dass ihre Fruchtblase geplatzt ist, wenn ihr Schleimpfropf abgeht. Aber der Schleimpfropf ist dickflüssiger. Vielleicht geht er ab, während du Wasser lässt oder duschst oder du findest ihn auf deinem Bettlaken oder in der Unterwäsche.

Oder du bemerkst den Abgang überhaupt nicht und auch das ist okay.

Wann geht der Schleimpfropf ab?

Der Schleimpfropf wird dünner und geht aufgrund des Anstiegs des Östrogens (sowie durch den Druck des Kopfes des Babys, der auf den Gebärmutterhals drückt) ab, wenn das Einsetzen der Wehen näher rückt. Normalerweise passiert das irgendwann ab der 38. Schwangerschaftswoche, es kann aber auch früher sein. In den meisten Fällen geht der Schleimpfropf zwei bis fünf Tage, bevor die Wehen einsetzen, ab.

Geht dein Schleimpfropf vor oder nach dem Platzen der Fruchtblase ab?

Beides ist möglich. Wenn der Schleimpfropf nicht vor der 38. Schwangerschaftswoche abgeht, ist jeder Zeitpunkt okay. Bei manchen Frauen geht er ab, bevor die Fruchtblase platzt, und bei manchen danach.

Geht der Schleimpfropf bei jeder Frau ab?

Ja. Bei allen schwangeren Frauen löst sich zu irgendeinem Zeitpunkt während der Wehen oder der Geburt der Schleimpfropf —, aber nicht alle Frauen bemerken das. Wenn sich dein Schleimpfropf allmählich löst, kann es sein, dass du das nicht bemerkst, da es sich wie gewöhnlicher Ausfluss anfühlt.

Bedeutet es, dass nun meine Wehen einsetzen werden, wenn mein Schleimpfropf abgeht?

Wenn der Abgang nicht durch andere Anzeichen von Wehen begleitet wird, beispielsweise durch Kontraktionen, Wehenschmerzen oder das Platzen der Fruchtblase, bedeutet der Abgang deines Schleimpfropfs nicht unbedingt, dass die Wehen einsetzen. Es kann bedeuten, dass die Wehen innerhalb weniger Stunden einsetzen, aber auch, dass es noch einige Wochen dauern wird. Es ist aber eine gute Idee, deinen Arzt darüber zu informieren, wenn der Schleimpfropf bereits abgegangen ist.

Und wenn deine Fruchtblase platzt, solltest du sofort ins Krankenhaus fahren.

Ist es okay, wenn dein Schleimpfropf früher abgeht?

Wenn dies vor der 38. Schwangerschaftswoche geschieht, solltest du dich sofort mit deinem Arzt in Verbindung setzen, da dies ein Risiko für vorzeitige Wehen oder eine vorzeitige Plazentalösung darstellen kann. Wenn du also noch nicht in der 38. Schwangerschaftswoche bist und vermutest, dass es sich bei deinem Scheidenausfluss um den Schleimpfropf handeln könnte, solltest du dich auf jeden Fall untersuchen lassen.

 Was ist eine Zeichenblutung?

Manchmal befinden sich rote oder rosa Streifen in deinem Schleimpfropf, nachdem dieser abgegangen ist. Dies nennt man „Zeichenblutung“ und das ist völlig normal. Bei Frauen, die noch kein Baby geboren haben (Erstgebärende), tritt häufiger eine Zeichenblutung auf, als bei Frauen, die bereits ein Baby geboren haben.

Was ist der Grund dafür? Nachdem du bereits ein Baby geboren hast, ist der Durchmesser des Gebärmutterhalses schmaler und die Gebärmutterwände sind dicker. Daher kann manchmal das Blut von geplatzten Blutgefäßen in den Schleimpfropf übergehen. Bei Frauen, die schon eine Geburt hatten, ist diese Wahrscheinlichkeit geringer.

Wann sollte ich mich mit meinem Arzt in Verbindung setzen?

Setze dich mit deinem Arzt in Verbindung, wenn einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft:

  • Wenn dein Schleimpfropf früher als zwei Wochen vor deinem Geburtstermin abgeht
  • Wenn du viel Blut bemerkst
  • Wenn du einen schlechten Geruch bemerkst

Und denke daran: Wenn deine Fruchtblase platzt oder du alle vier bis fünf Minuten leichte bis mäßige Kontraktionen verspürst, solltest du dich mit deinem Arzt oder dem Krankenhaus in Verbindung setzen. Schon bald wirst du dein Baby in den Armen halten.

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