Warum ich mir mein Leben ohne meine Fehlgeburt nicht mehr vorstellen kann

Dies ist ein Gastbeitrag von der Ava-Nutzerin Jill Miller. Jills Regenbogenbaby wurde im April 2018 geboren.

 

Ich muss gestehen, ich hatte immer heimlich befürchtet, dass ich entweder nicht schwanger werden könnte oder eine Fehlgeburt haben würde.

Anfangs, als mein Ehemann und ich versuchten, schwanger zu werden und der Erfolg ausblieb, hatte ich daher Angst, dass meine Befürchtung wahr werden würde. Nichts lief „wie geplant“ und als Persönlichkeitstyp A ist mir ein Plan wichtig.

Während wir es immer wieder erfolglos versuchten und ich einfach nicht schwanger wurde, tröstete ich mich oft mit dem Gedanken, dass wir zwar keine Schwangerschaft erreicht hatten, uns aber zumindest das Leid einer Fehlgeburt erspart geblieben war.

Als dann im April 2016 (endlich!) mein Schwangerschaftstest positiv ausfiel, waren wir auf Wolke sieben. Nach über zwei Jahren waren wir endlich schwanger. Ich konnte es gar nicht fassen, dass ich wirklich schwanger war!

Dann setzten an einem Donnerstagmorgen plötzlich Schmierblutungen ein. Die Schmierblutung verwandelte sich in eine starke Blutung. Kurz darauf kamen zu der Blutung entsetzliche Krämpfe hinzu und in Windeseile saß ich in der Arztpraxis und musste mir anhören, dass ich eine Fehlgeburt erlitten hatte und dass meine so heiß ersehnte Schwangerschaft vorbei war.

Mit einem Mal waren beide meiner geheimen Ängste Wirklichkeit geworden: Wir hatten nicht nur bei der Empfängnis Schwierigkeiten gehabt; jetzt hatten wir auch noch unser kostbares Baby durch eine Fehlgeburt verloren. Es gibt keine Worte, die beschreiben könnten, wie niedergeschmettert ich war.

Ich war am Boden zerstört.

Ich schämte mich.

Ich fühlte mich zutiefst verletzt.

Erst nach über einem Jahr Trauer und Kummer und Leiden kam ich allmählich mit meiner Fehlgeburt klar. Heute, fast zwei Jahre nach dem Verlust jenes Babys, ist mir bewusst geworden, dass ich mir mein Leben ohne diese Fehlgeburt nicht mehr vorstellen kann. Ich möchte das alles zwar ganz gewiss nicht wieder durchleben müssen, doch ich wünsche mir auch nicht mehr, es wäre nie geschehen.

Ich möchte euch erklären, warum.

Die Fehlgeburt hat mich von Grund auf verändert und ich mag mich selbst, einschließlich dieser Erfahrung, jetzt viel lieber. Früher war ich stets von Ängsten geplagt. Meine ständige Angst hat mir oft die Freude geraubt und mich am spontanen Handeln und wundersamen Staunen gehindert, wenn etwas nicht nach Plan lief. Wenn ich heute an meine Furcht vor Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburt zurückdenke, überrascht es mich, wie sehr diese Angst mein Leben beeinflusst hat. Ich erinnere mich, dass ich kurz nach der Fehlgeburt riesengroße Angst davor hatte, wieder schwanger zu werden, da ich wusste, dass ich mir dann neun Monate lang ständig Sorgen machen und Angst haben würde.

Doch der Verlust meines ersten Babys durch eine Fehlgeburt hat mich gezwungen, mich meinen eigenen Ängsten zu stellen und eine bewusste Entscheidung zu treffen, wie ich weitermachen würde. Ich konnte entweder zulassen, dass mein Verlust mir jede Freude und jedes Glück raubt und ich konnte mich in die dunkle Kammer meiner Ängste zurückziehen und vor Selbstmitleid zerfließen – oder ich konnte mich bemühen, Frieden mit mir selbst zu schließen, die Sache so wie sie war zu akzeptieren und meine Ängste zu besiegen. Es war keine Wahl, die ich mir erwünscht hatte, aber mir war klar, dass ich nicht länger in einem derart elenden Zustand verharren wollte.

Ich muss sagen, es war ein schwerer Prozess. Die Fehlgeburt, der darauffolgende Kummer und die Genesungszeit danach waren mit Abstand die größte und schwierigste Herausforderung, die ich bis dahin erlebt hatte.

Rückblickend kann ich heute jedoch auch sehen, wie die Fehlgeburt mich gestärkt hat. Sie hat meinen Glauben, meinen Charakter und sogar die Beziehung mit meinem Ehemann gestärkt! Ich habe gelernt, meiner Angst ins Auge zu sehen und ich habe die Fähigkeit entwickelt, sie zu besiegen, sodass sie mir nicht mehr meine Freude oder Spontaneität rauben kann. Ich habe gelernt, meine Kontrollsucht aufzugeben und es zuzulassen, dass Dinge in mein Leben kommen, die nicht eingeplant waren.

Während der Erholungszeit nach meiner Fehlgeburt habe ich sogar mit der Idee, dass ich auch ohne Kinder glücklich leben könnte, meinen Frieden geschlossen. Auch wenn das nicht das Leben wäre, das mein Ehemann und ich uns ursprünglich vorgestellt hatten, so begannen wir dennoch, darüber nachzudenken und uns vorzustellen, was wir tun würden, wenn wir keine Kinder haben könnten.

Bei diesem Denkansatz empfand ich enorm viel Freiheit und Freude und Spontaneität, und all das verdanke ich dem Verlust, vor dem ich die größte Angst gehabt hatte.

Und es war natürlich klar: In dem Moment, in dem mein Ehemann und ich uns mit unserem neuen „Lebensplan“ abgefunden hatten, spielte uns das Schicksal im August 2017 den nächsten Streich – mit zwei kleinen roten Streifen auf einem billigen Schwangerschaftstest aus dem Supermarkt. Plötzlich waren unsere neuen Pläne für eine unbeschwerte, kinderlose Existenz hinfällig. Verblüfft nahmen wir die Nachricht auf, von der wir dachten, dass sie nie eintreffen würde: Baby Miller würde im April da sein!

Ich war schockiert. Genauso wie die Fehlgeburt lief das schon wieder gegen meinen Plan. Ich glaube, mein Ich aus der Zeit vor der Fehlgeburt hätte sich gegen diese Nachricht gestemmt und zwar einfach nur deshalb, weil sie nicht meinen Erwartungen entsprach. Doch mein neues Ich nach der Fehlgeburt war in der Lage, es mit dieser erneuten, unerwarteten Richtungsänderung aufzunehmen. Darüber hinaus empfand mein neues Ich nach der Fehlgeburt die Schwangerschaft nicht mehr als etwas derart Furchteinflößendes, wie ich es mir früher vorgestellt hatte.

All diese Lektionen, die ich – wenngleich auf die harte Tour – daraus gelernt habe, waren die Erfahrung auf jeden Fall wert.

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