Künstliche Befruchtung

Als künstliche Befruchtung wird jede Behandlung bezeichnet, bei der Eizellen und Spermien entnommen und zusammengeführt werden, um eine Befruchtung zu erzielen. Zu den Verfahren zählen die Insemination oder die chirurgische Entnahme von Eizellen aus den Eierstöcken der Frau, die dann im Labor mit dem Sperma des Mannes zusammengeführt und anschließend wieder im Körper der Partnerin oder bei einer Spende einer Empfängerin eingesetzt werden.

2013 wurden in den USA 67 996 Kinder nach einer künstlichen Befruchtung geboren und etwa 1,5 Prozent aller geborenen Kinder wurden durch eine künstliche Befruchtung gezeugt. Es gibt folgende Arten der künstlichen Befruchtung:

Insemination

Dieses Verfahren ist im Prinzip keine richtige künstliche Befruchtung. Bei der künstlichen Insemination wird Samen (entweder des Vaters oder eines Spenders) in einem Labor „gereinigt“, wobei Spermienzellen von anderen Samenkomponenten getrennt werden. Das Sperma wird dann in den Gebärmutterhals oder bis in die Gebärmutter der Frau eingeführt. Die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung mit dieser Methode beträgt bei Frauen unter 35 Jahren 10 Prozent pro Monat. Ab einem Alter von 35 nimmt die Erfolgsquote einer Insemination (bei gleichzeitiger Gabe von Clomifen als Eisprungstimulanz bei der Frau) wie folgt ab: 9 Prozent bei Frauen im Alter von 35-37; 7 Prozent bei Frauen im Alter von 38-40; 4 Prozent bei Frauen im Alter von 41-42 und 1 Prozent bei Frauen im Alter von über 42. Die Ergebnisse einer künstlichen Insemination variieren deutlich je nach Alter und Ursache(n) der Unfruchtbarkeit.

In-Vitro Fertilisation (IVF)

Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) ist ein Verfahren, mit dem eine Befruchtung erzielt werden kann, wenn die Vereinigung von Spermium und Eizelle durch einen bestimmten Faktor (oder bestimmte Faktoren) verhindert wird. Bei der IVF werden Spermium und Eizelle außerhalb des Körpers in einem Labor zusammengeführt. Der Frau werden eine oder mehrere Eizellen entnommen und anschließend mit dem Sperma des Mannes zusammengeführt. Die befruchteten Eizellen (oder Embryonen) werden dann in der Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Von diesem Zeitpunkt an können sie sich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten und entwickeln. Viele Paare, bei denen der Grund für die Unfruchtbarkeit mit einem Problem des Mannes zu tun hat, auf Endometriose zurückgeführt werden kann oder nicht erklärbar ist, entscheiden sich für eine IVF.

Je nach Empfehlung des Arztes und dem Alter der Frau kann die Anzahl der zu entnehmenden Eizellen variieren. Mit steigendem Alter der Frau sinkt die Qualität der Eizellen. Daher ist es eventuell nötig, bei einer IVF mehrere Eizellen zu entnehmen. Frauen unter 38 haben die besten Chancen auf eine erfolgreiche IVF, wenn mindestens 10 statt nur 3-6 Eizellen entnommen werden. Bei etwa 16 Prozent der Frauen unter 35 kommt es nach einer Entnahme von 1-2 Eizellen zu einer Geburt. Doch nach der Entnahme von 10 Eizellen erzielen 65 Prozent der Frauen ein positives Ergebnis. Bei Frauen im Alter von 35-37 liegen die Werte bei 14 bzw. 50 Prozent.

Beim ersten Zyklus einer IVF beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung 20-25 Prozent. Die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung über eine IVF variieren zwar von Paar zu Paar, doch bei den meisten Paare liegt die Wahrscheinlichkeit bei durchschnittlich 20-35 Prozent, dass im ersten Zyklus eine Befruchtung stattfindet. Bei einem durchschnittlich fruchtbaren Paar (mit anderen Worten einem Paar, das keine künstliche Befruchtung benötigt) liegt die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung im ersten Zyklus bei 20 Prozent. Das klingt hoffnungsvoll für Paare, die über eine IVF nachdenken, denn es bedeutet, dass sie mit dieser Methode die gleichen oder bessere Chancen auf eine Befruchtung haben als durchschnittliche Paare, die keine künstliche Befruchtung benötigen.

Eine IVF ist sehr teuer, aber der Gesamtbetrag, den ein Paar selbst zahlen muss, hängt letzten Endes davon ab, ob das Verfahren durch die Versicherung abgedeckt ist. In den USA liegen die durchschnittlichen Kosten für eine IVF mit einem Zyklus bei 12 000 bis 15 000 US-Dollar.

Spermien oder Eizellen von Spendern

Wenn ein Paar feststellt, dass die Fruchtbarkeitsprobleme aufgrund der eigenen Spermien oder Eizellen aufgetreten sind, oder wenn eine bestimmte genetische Krankheit erkannt wurde, die an ein Kind vererbt werden könnte, kann es sich für eine IVF mit Spenderspermien oder Spendereizellen entscheiden. Eizellen oder Spermien von Spendern können entweder von einem bekannten Spender oder von einer Samenbank bereitgestellt werden. Hier werden die Spender genauestens auf genetische Störungen, infektiöse Krankheiten und ihre Krankengeschichte untersucht.

Leihmutterschaft/Auftragsmutterschaft

Wenn eine Frau aufgrund eines medizinischen Problems kein Kind austragen kann, ist es möglich, dass das Paar sich für eine Leihmutterschaft oder Auftragsmutterschaft entscheidet. Bei einer Leihmutterschaft wird die Schwangerschaft von der Eizellenspenderin übernommen. Bei einer Auftragsmutterschaft liegt hingegen keine genetische Verwandtschaft zu dem Baby vor. Die Eizellen werden der Mutter entnommen, befruchtet und in die Gebärmutter der Leihmutter übertragen.

Aber hier sei noch einmal betont, dass Du darüber sicherlich noch lange nicht nachdenken musst, wenn Du zum ersten Mal versuchst, schwanger zu werden. Doch wenn Du dir dessen bewusst bist, welche Erfahrungen manche Frauen mit dem Thema Schwangerschaft machen können, dann weißt Du bereits, was auf ein Paar zukommen kann, das sich entschieden hat, ein Kind in die Welt zu setzen.

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