Braxton-Hicks-Kontraktionen: Was ist das und wann solltest du einen Arzt rufen?

Braxton-Hicks-Kontraktionen während der Schwangerschaft können Sorgen bereiten: Sind sie harmlos oder sind sie Anzeichen von vorzeitigen Wehen? Sowohl bei Braxton-Hicks-Kontraktionen als auch bei richtigen Geburtswehen zieht sich die Gebärmutter zusammen – daher sind die Sorgen durchaus verständlich. Allerdings gibt es mehrere wesentliche Unterschiede zwischen den harmlosen Braxton-Hicks-Kontraktionen und Anzeichen für ein Einsetzen der Wehen. Dieser Artikel deckt Folgendes ab:

  • Was sind Braxton-Hicks-Kontraktionen und wie fühlen sie sich an?
  • Warum treten sie auf?
  • Inwieweit unterscheiden sie sich von den Kontraktionen während der Geburt?
  • Wann sollte ich wegen ihnen zum Arzt gehen?

Was sind Braxton-Hicks-Kontraktionen?

Braxton-Hicks-Kontraktionen sind spontane Anspannungen oder Kontraktionen der Gebärmuttermuskeln und sie haben nichts mit Geburtswehen zu tun. Man bezeichnet sie manchmal als „Übungswehen“, weil sie schmerzhaft sind und sich wie Wehen anfühlen; allerdings führen sie nicht dazu, dass sich der Muttermund öffnet und sie sind kein Anzeichen für das Einsetzen der Geburtswehen.

Wie fühlen sich Braxton-Hicks-Kontraktionen an?

Manche Frauen empfinden sie als eine Anspannung im Bauchbereich oder als Schmerzen, die Menstruationskrämpfen ähneln. Normalerweise fühlt man den Schmerz etwas höher im Bauch als bei den Geburtswehen, bei denen man die Schmerzen tiefer und weiter unten im Beckenbereich spürt.

Warum kommt es zu Braxton-Hicks-Kontraktionen?

Manche Leute behaupten, dass diese Kontraktionen den Gebärmuttermuskeln helfen, sich auf die Wehen vorzubereiten oder dafür zu trainieren. Es gibt allerdings keine wissenschaftlichen Nachweise, die das belegen. Ohne wissenschaftliche, durch Fachleute geprüfte Publikationen, die diese Behauptungen von selbsternannten „Experten“ stützen, sind dies lediglich Spekulationen darüber, warum es zu diesen Kontraktionen kommt, und keine Beweisefür den jeweiligen Erklärungsversuch.

Andere Leute behaupten, dass diese Kontraktionen dem Muttermund helfen, weicher zu werden, was ihn darauf vorbereitet, sich während der Wehen zu öffnen, doch auch für diese Annahme gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise. Es ist jedoch sicherlich eine interessante Hypothese, die näher untersucht werden sollte.

Solange noch keine wissenschaftlichen Arbeiten dazu vorliegen, lässt sich nur eines sagen: Die Muskeln der Gebärmutter ziehen sich nicht nur während der Wehen zusammen. Sie ziehen sich auch während des Menstruationszyklus und sogar auch beim Sex zusammen. Braxton-Hicks-Kontraktionen scheinen nur eine weitere Form von normalen Kontraktionen der Gebärmutter zu sein, die außerhalb von Wehen stattfinden und die während der Schwangerschaft etwas völlig Normales darstellen.

Was verursacht die Braxton-Hicks-Kontraktionen?

Wenngleich die wissenschaftliche Forschung noch keine Antwort darauf hat, warum es zu diesen Kontraktionen kommt, gibt es doch eine Liste von allgemeinen Ursachen, die sie herbeiführen können:

  • Flüssigkeitsmangel
  • Sexuelle Aktivität
  • Volle Blase
  • Körperliche Aktivität

Wie lassen sich Braxton-Hicks-Kontraktionen behandeln?

Im Allgemeinen hören diese Kontraktionen von allein wieder auf, wenn du die Aktivität einstellst, die du ausgeführt hast, als sie begannen. Wenn du also gerade einen Spaziergang oder Schwangerschaftsgymnastik gemacht hast, als diese sogenannten Übungswehen einsetzten, setz dich hin und ruhe dich aus. Wenn du dich gerade ausgeruht hast, als sie einsetzten, steh auf und gehe spazieren. Achte auch darauf, ausreichend zu trinken und geh aufs Klo, wenn deine Blase drückt.

Inwieweit unterscheiden sich Braxton-Hicks-Kontraktionen von echten Wehen?

Da es sowohl bei Braxton-Hicks-Kontraktionen als auch bei Wehenkontraktionen zum Zusammenziehen der Gebärmutter kommt, kann man diese beiden leicht verwechseln. So erkennt man die Unterschiede zwischen diesen Kontraktionen:

Braxton-Hicks-Kontraktionen Wehenkontraktionen
  • Hören auf, wenn man die Körperlage oder Aktivität ändert
  • Gehen bei jeder Aktivität weiter
  • Kommen unregelmäßig wieder, kein Rhythmus
  • Kommen regelmäßig wieder
  • Können wenige Sekunden bis zu einigen Minuten dauern
  • Dauer verlängert sich allmählich, dauern 30 bis 90 Sekunden je nach dem Stadium des Geburtsvorgangs
  • Intensität steigt nicht an und ist im Allgemeinen schwach
  • Intensität steigt nach und nach an, bis sie sehr stark und stechend werden
  • Treten in einem isolierten Bereich des Bauches auf, typischerweise im oberen Bauchbereich
  • Im gesamten Bauch, im unteren Rücken und im Becken zu spüren

Wann in der Schwangerschaft treten Braxton-Hicks-Kontraktionen auf?

Diese Kontraktionen treten meist erstmals im zweiten Trimester auf, sind aber im dritten Trimester am deutlichsten spürbar.

Sollte jede Frau mit Braxton-Hicks-Kontraktionen rechnen?

So normal es ist, Braxton-Hicks-Kontraktionen zu spüren, so normal ist es auch, sie nicht zu spüren! Wissenschaftler bemühen sich noch immer, die Gründe dafür zu ermitteln, aber Erfahrungsberichte zeigen, dass diese schmerzhaften Übungswehen bei weiteren Schwangerschaften deutlicher und intensiver werden. Es scheint also möglich, dass du sie bei deinem ersten Baby nicht spürst, sie bei weiteren Schwangerschaften aber deutlich wahrnimmst.

Spürt das Baby die Braxton-Hicks-Kontraktionen?

Eine andere Spekulation dazu, warum es zu diesen Kontraktionen kommt, besagt, dass sie der Plazenta mehr Blut zuführen. Bei einer kleinen Studie an 16 Frauen im Jahr 1992 stellte man jedoch fest, dass der Blutfluss zur Plazenta während der Braxton-Hicks-Kontraktionen in Wirklichkeit kurzfristig reduziert war, dass sich dieses vorübergehende Aussetzen der Durchblutung jedoch nicht auf den Blutfluss zum Herzen des Fötus auswirkte, der mit dem Doppler-Ultraschall gemessen wurde 1. Die Messungen bei dieser kleinen Studie begründen daher die Annahme, dass diese Kontraktionen dem Fötus nicht schaden; dies ist jedoch eine Frage, die auf jeden Fall näher untersucht werden sollte.

Soll ich meinen Arzt rufen, wenn ich Braxton-Hicks-Kontraktionen habe?

Wenn bei diesen Kontraktionen die folgenden Symptome auftreten, verständige sofort deinen Arzt:

  • Blutiger oder stetig austretender Ausfluss während der Schwangerschaft
  • Starke Kontraktionen, die in immer kürzer werdenden Abständen immer häufiger auftreten
  • Kontraktionen, die so schmerzhaft sind, dass du nicht mehr gehen kannst
  • Spürbares Nachlassen der Bewegungen des Fötus

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