Antidepressiva und Schwangerschaft

Es gibt nur wenige Forschungsergebnisse zu der Frage, wie und ob sich vor und während der Schwangerschaft eingenommene Antidepressiva auf das Baby auswirken. Doch Frauen, die Antidepressiva einnehmen, die für das Baby gefährlich werden könnten, sollten rechtzeitig mit ihrem Arzt sprechen, um eine andere Medikation zu erhalten und Risiken für das Baby zu vermeiden, wenn sie schwanger werden.

Die Forschung zu den Auswirkungen von Antidepressiva auf die Schwangerschaft ist noch nicht abgeschlossen und zudem sind die Ergebnisse widersprüchlich. Einige Quellen geben an, dass bestimmte Formen von Antidepressiva während der Schwangerschaft nur ein geringes Risiko darstellen. Dazu gehören trizyklische Antidepressiva, Bupropion, Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer und bestimmte Arten selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Die Forschung hat zudem gezeigt, dass andere Arten von Antidepressiva, wie Citaolpram, Fuoxetin und Sertralin, die in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft eingenommen werden, in einigen Fällen zu schwerwiegenden Lungendefekten beim Neugeborenen führen.

Die Forscher am CDC untersuchen weiterhin, welche Antidepressiva ein Risiko für den Fötus und das Neugeborene darstellen. Kürzlich hat z.B. eine Studie ergeben, dass (im Gegensatz zu den weiter oben erwähnten seltenen Lungendefekten) kein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Sertralin und Geburtsfehlern besteht. Gleichzeitig zeigte sich aber, dass die Einnahme von Antidepressiva, die Fluoxetin und Paroxetin enthalten, schwere Schädel- und Herzfehler verursachen kann.

Einige Ärzte, die sich wie Dr. Katherine Economy auf Fötalmedizin spezialisiert haben, argumentieren, dass Antidepressiva lebenswichtig sind und die Auswirkungen von Depressionen auf den Alltag der Mutter die Einnahme von Antidepressiva rechtfertigen. Doch insgesamt scheinen die Forschungsergebnisse zum Thema Antidepressiva und Befruchtung in vielen Punkten immer noch nicht beweiskräftig und lassen viel Raum für Interpretationen.

Doch wir wissen, dass unbehandelte Depressionen während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt sehr viele Risiken bergen. Dazu gehören Schwierigkeiten, mit Stress umzugehen, eine stärkere Gewichtszunahme- oder -abnahme, vorzeitige Wehen und die Verschlimmerung anderer Depressionssymptome. Wenn Du unter Depressionen leidest, solltest Du schon bevor Du versuchst, schwanger zu werden, mit deinem Arzt die Möglichkeiten der Einnahme von Antidepressiva vor und während der Schwangerschaft besprechen. [avafootnote]

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