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Anovulatorischer Zyklus: Symptome, Ursachen und Behandlungen, wenn du keinen Eisprung hast

woman wondering about anovulatory cycle

Essentielles zum Mitnehmen

  • Ein anovulatorischer Zyklus ist ein Menstruationszyklus, in dem keine Eizelle freigesetzt wird.
  • Wenngleich anovulatorische Zyklen meist mit unregelmäßigen Blutungen verbunden sind, kann es auch bei einer regelmäßigen Menstruation zu anovulatorischen Zyklen kommen.
  • Es gibt einige Anzeichen für Anovulation, die du selbst beobachten kannst, aber für eine schlüssige Diagnose solltest du deinen Arzt konsultieren.

Anovulatorischer Zyklus: Symptome, Ursachen und Behandlungen

Wenn du schwanger werden möchtest, wirst du deinem Menstruationszyklus und deinen fruchtbaren Tagen wahrscheinlich sowieso besonders viel Aufmerksamkeit schenken. Im Einklang mit deinem Körper zu sein, kann dir helfen, schwanger zu werden, aber manchmal sendet der Körper sich überkreuzende Signale, die dich verunsichern können.

Viele Frauen gehen davon aus, dass eine regelmäßige Periode anzeigt, dass auch ein Eisprung stattgefunden hat. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Manche Frauen haben sogenannte anovulatorische Zyklen, bei denen sie nicht ovulieren (eine Eizelle freisetzen).

Was genau ist ein anovulatorischer Zyklus und kann er Auswirkungen auf deine Fruchtbarkeit haben? Keine Sorge, wir haben die aktuellsten Informationen zu dieser komplizierten Situation. Lies weiter, um die Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zu anovulatorischen Zyklen zu erfahren.

Was ist ein anovulatorischer Zyklus?

Bei jedem Menstruationszyklus durchläuft der Körper komplexe hormonelle Veränderungen, die zu einem Ereignis führen, das man als Eisprung bezeichnet, wobei eine reife Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wird. Nach dem erfolgten Eisprung produziert der leere Eifollikel, der jetzt als Gelbkörper bezeichnet wird, das Hormon Progesteron. Progesteron hilft, eine eventuelle Schwangerschaft im Frühstadium zu unterstützen.

Wenn es zu keiner Empfängnis kommt, zerfällt der Gelbkörper und stellt die Produktion von Progesteron ein, was den Beginn einer Regelblutung auslöst.

Während eines anovulatorischen Zyklus ovuliert eine Frau nicht und setzt daher keine Eizelle frei. Eine Frau, die nicht ovuliert, ist nicht in der Lage, schwanger zu werden.

Welche Anzeichen gibt es dafür, dass du nicht ovulierst?

Obwohl nur ein Arzt mit Sicherheit bestimmen kann, ob du anovulatorische Zyklen hast, gibt es doch einige auch für dich erkennbare Anzeichen, die darauf hinweisen:

  • Unregelmäßige oder ausgefallene Regelblutungen
  • Regelblutungen, die sich oft mehr als 10 Tage verspäten
  • Zyklen mit weniger als 21 Tage von einer Regelblutung zur nächsten
  • Auftreten bestimmter hormoneller Erkrankungen, wie polyzystisches Ovarialsyndrom oder hypothalamische Amenorrhoe

Wenn du vermutest, dass du anovulatorische Zyklen hast, sag es deinem Arzt! Er kann einen Progesteron-Bluttest oder eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um festzustellen, ob du einen Eisprung hast oder nicht.

Wodurch kommt es zu einem anovulatorischen Zyklus?

Es gibt viele Gründe, warum Frauen nicht ovulieren. Einige davon sind:

  • Übergewicht oder Fettleibigkeit
  • Hohe Stressbelastung
  • Untergewicht
  • Zu viel Sport
  • Hormonelle Ungleichgewichte des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) und Prolaktin
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)

Darüber hinaus kommt die Anovulation oft in Zeiten eines hormonellen Übergangs vor. Zum Beispiel sind die ersten Perioden eines Mädchens in der Regel anovulatorisch. Die ersten Perioden nach der Einstellung der Geburtenkontrolle sind oft anovulatorisch, ebenso wie die Zeit während der Perimenopause. Viele Frauen haben auch einen anovulatorischen Zyklus nach einer Fehlgeburt oder nach einer Entbindung.

Wie lange dauern die anovulatorischen Zyklen an?

Die Antwort ist für jede Frau anders und kann davon abhängen, was die Anovulation verursacht. Blutungen können seltener auftreten, etwa gleich oft oder sogar häufiger als bei einer normalen Menstruationszykluslänge.

Östrogenspiegel spielen eine wichtige Rolle dabei, wie oft eine Frau mit anovulatorischen Zyklen blutet. Wenn sie genug Östrogen hat, um ihre Gebärmutterschleimhaut aufzubauen, kann sie immer noch eine „Periode“ bekommen, die regelmäßig oder unregelmäßig sein kann. Dies nennt man eine Östrogendurchbruchblutung. Dabei wird übermäßiges Östrogen produziert, was bewirkt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut auf eine abnormale Weise aufbaut. Wenn kein Eisprung erfolgt, wird kein Progesteron produziert, was unregelmäßige Blutungen verursachen kann, die mit einer Periode verwechselt werden können.

Wenn jedoch der Östrogenspiegel sehr niedrig ist, ist die Gebärmutter nicht in der Lage, eine genügend dicke Schleimhaut aufzubauen, um eine Monatsblutung auszulösen. Manche Frauen können sogar über Jahre hinweg überhaupt keine Blutungen haben.

Wie wird ein anovulatorischer Zyklus behandelt?

Es hängt davon ab, was die Anovulation verursacht. Zum Beispiel, wenn die Anovulation durch Über- oder Untergewicht verursacht wird, kann eine Gewichtsveränderung in den gesunden Bereich helfen, den Eisprung wiederherzustellen. Analog dazu kann eine Frau, die aufgrund von extremem Sport oder Stressniveau keine Periode bekommt, feststellen, dass Aktivitäten zur Stressbewältigung oder eine Verringerung der sportlichen Betätigung ihr helfen können, wieder Eisprünge zu haben.

Anovulation aufgrund von hormonellen Veränderungen kann Medikamente oder andere Lebensstiländerungen benötigen, um diese Ungleichgewichte zu korrigieren.

Die gute Nachricht ist, dass es Medikamente zur Einleitung des Eisprungs gibt, die man nehmen kann, wenn Änderungen des Lebensstils wirkungslos sind. Es gibt sowohl Tabletten, wie Clomid und Letrozol, als auch injizierbare Optionen, unter denen man je nach Alter, Behandlungszielen, Krankengeschichte und Reaktionen wählen kann.

Kommen anovulatorische Zyklen häufig vor?

Die meisten Frauen werden irgendwann in ihrem Leben einen anovulatorischen Zyklus haben. Es kann jedoch schwierig sein, genau festzustellen, wie häufig dies geschieht, weil die Frauen meist gar nicht wissen, dass sie keinen Eisprung haben.

Man schätzt jedoch, dass die Anovulation für fast 30 % der Fälle von Unfruchtbarkeit verantwortlich ist.

Zeigt eine Monatsblutung an, dass du ovuliert hast?

Leider lautet die Antwort darauf nein. In den meisten Fällen hat eine Frau, die regelmäßige Zyklen und die mit ihnen verbundenen Symptome (wie Blähungen, empfindliche Brüste und Stimmungsschwankungen) hat, regelmäßig einen Eisprung.

Dies ist jedoch nicht immer der Fall.

Wie bereits erwähnt, kann ein hoher Östrogenspiegel nach wie vor dazu führen, dass sich während der ersten Hälfte des Zyklus einer Frau die Gebärmutterschleimhaut aufbaut. Wenn kein Progesteron produziert wird, weil kein Eisprung eingetreten ist, wird die Schleimhaut schließlich abgestoßen und es kommt in der Regel nach etwa einem Monat zu einer Blutung. Diese regelmäßige Blutung kann manchmal mit einer normalen Monatsblutung verwechselt werden.

Wann ovuliert man wieder nach einem anovulatorischen Zyklus?

Auch dies variiert von Frau zu Frau und sogar von Zyklus zu Zyklus. Es kann sofort passieren, oder es kann ein paar Tage, Wochen oder sogar Monate dauern, bis es wieder zu einem Eisprung kommt.

Wenn du gemäß dem Rat eines Fruchtbarkeitsspezialisten Medikamente zur Einleitung einer Ovulation einnimmst, besteht die Hoffnung, dass du innerhalb von ein paar Wochen nach Beginn der Medikamenteneinnahme ovulieren wirst. Der Arzt wird deine Reaktion überwachen, um dir zu helfen, herauszufinden, wann du Geschlechtsverkehr oder eine intrauterine Befruchtung (IUI) haben solltest.

Die Beobachtung deiner Basaltemperatur und des Zervixschleims sowie die Durchführung von Ovulationstests können dir helfen, genau zu bestimmen, wann der Eisprung stattfindet.

Entsteht während eines anovulatorischen Zyklus Zervixschleim?

Die kurze Antwort ist ja, du kannst während eines anovulatorischen Zyklus fruchtbaren Zervixschleim bilden. Der Zervixschleim verändert sich als Reaktion auf einen steigenden Östrogenspiegel in Erwartung des Eisprungs. Fruchtbarer Zervixschleim ist ein Zeichen dafür, dass sich der Körper auf den Eisprung vorbereitet, aber er bestätigt nicht, dass der Eisprung erfolgreich stattgefunden hat.

Frauen mit anovulatorischen Zyklen können feststellen, dass ihr Zervixschleim über mehrere Tage hinweg dünn, dehnbar und eiweißartig ist. Er kann verschwinden und einige Tage später wieder zurückkommen, während dein Körper nochmals versucht, einen Eisprung auszulösen.

Wie sieht ein anovulatorisches Zyklusdiagramm aus?

Frauen mit normalen Eisprüngen, die ihre Basaltemperatur (BT) messen und in Diagrammform darstellen, werden wahrscheinlich einen kleinen, aber anhaltenden Anstieg der Temperatur nach dem Eisprung bemerken, vor allem nach einigen Monaten Erfahrung mit der genauen Beobachtung.

Bei einer Frau, die keine Eisprünge hat, wird diese kleine Temperaturänderung nicht stattfinden.

Die Verfolgung der BT zusätzlich zu der des Zervikalschleims kann hilfreich sein. Die Beobachtung des fehlenden Temperaturanstiegs, mit oder ohne mehrere Feststellungen von fruchtbarem Zervikalschleim, ist sehr kennzeichnend für anovulatorische Zyklen.

Was soll ich tun, wenn ich anovulatorische Zyklen habe?

Die gute Nachricht ist, dass es viele Behandlungsmöglichkeiten für Frauen mit anovulatorischen Zyklen gibt. Schon Veränderungen des Lebensstils können in manchen Fällen hilfreich sein, wogegen in anderen Fällen medizinische Hilfe angezeigt ist. Wenn du vermutest, dass du anovulatorische Zyklen hast, solltest du es deinem Arzt sagen! Er kann dann Bluttests oder Ultraschalluntersuchungen durchführen oder dich zur weiteren Auswertung an einen Fruchtbarkeitsspezialisten verweisen.


Quellen anzeigen

Anovulation

Cycle characteristics after discontinuation of oral contraceptives

Nicole Galan, RN

Nicole Galan, RN, is the author of "The Everything Fertility Book." She lives in sunny San Diego with her husband, three sons, and their dog, a puggle named Roxy. She graduated from nursing school at Pace University and worked for 10 years as an infertility nurse who specialized in third party reproduction. Nicole recently left full time practice in order to focus on raising her kiddos and attending graduate school for a Master’s degree in Nursing Education.

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